• Skip to content
  • Skip to link menu
KDE für deutschsprachige Benutzer
  • KDE Deutschland
  • Kontakt
 

Anwendung des Monats - Kate!

Klaus Stärk hat den Maintainer von Kate, Christoph Cullmann, interviewt:

Wie und wann bist Du zum KDE-Projekt gekommen und wie bist Du neben Deinen Arbeiten an Kate noch in das Projekt mit eingebunden ?

Im Frühjahr 2001 kam ich im Verlauf meiner Arbeit an Kate (damals KCEdit) zu KDE. Außer an Kate App arbeitete ich seitdem an der Verbesserung des Kate KParts und an der Unterstützung anderer Editor KParts mittels eines neuen (hoffentlich besseren) KTextEditor Interfaces in Kdelibs. Außerdem interessiere ich mich sehr für die Entwicklungen rund um KDevelop (auch wenn ich mich aktiv da eher noch raushalte).

Bevor Kate entwickelt wurde, gab es bereits verschiedene Editoren für KDE, so zum Beispiel KEdit. Was war Anstoss für Dich, einen weiteren KDE-Editor ins Leben zu rufen ?

Eigentlich wollte ich keinen neuen Editor bauen, sondern nur KWrite erweitern (das mir auf Grund seine Highlightings für C++/Perl/... sehr gut gefiel) aber leider blieben meine Mails an den Autor unbenantwortet (ich kam damals nicht auf die Idee, an ne Mailingliste von KDE zu schreiben ;). Daher habe ich mir die KWrite Quellen geschnappt und meinen neuen Editor um diesen "Kern" herumgebaut. Somit war Kate (aka KCEdit/Kant) geboren.

Welche Rolle spielst Du selbst bei der Entwicklung von Kate und wer ist außerdem an der Kate-Entwicklung beteiligt ?

Am Anfang habe ich das meiste noch selbst gebaut, aber mittlerweile baue ich mehr am Kate Part, als an der eigentlichen Anwendung herum. Anfangs halfen mir sehr Michael Bartl und Phlip, die später leider keine Zeit mehr dazu hatten. Heute sind immer noch aktiv im Team Anders Lund (Schöpfer der "genialen" Splitter/Stack Kombination für die Kate GUI) und Joseph Wenniger (Herr des Highlightings), außerdem arbeitet Waldo Bastian an unserem (besser: seinem echt coolen) Textbuffer.

Natürlich darf man auch nicht die vielen anderen vergessen, die entweder Teile beigesteuert, Patches geschickt oder Highlighting Dateien gebaut haben. (u. a. Charles Samuels, John Firebaugh, Matteo Merli, Daniel Naber, und noch viele mehr). Hier nochmals Dank an all die, die mithalfen/helfen.

Welche Neuerungen wird es in Kate mit dem neuen KDE Release 3 geben ?

Oberflächlich hat sich auf den ersten Blick nicht so viel getan, die größten Änderungen gibt es intern. Hier mal einige Änderungen, die mir spontan einfallen, sicher nicht vollständig.

Für den Benutzer spürbar:

  • bessere Unicode Unterstützung (leider noch kein BiDi-Support - Hilfe gesucht)
  • schneller (vor allem beim Editieren/Copy'n'Paste)
  • besseres Highlighting (mehr Möglichkeiten, weniger Bugs)
  • viele Bugfixes für kleinere Ecken und Kanten

Für Entwickler nett:

  • besseres Kate KPart (nun in kdelibs) mit KTextEditor Interface zur Verwendung in eigenen Programmen

Für welche Zwecke setzt Du Kate selbst ein ?

Eigentlich für alle Sachen, die mit Texteditieren zu tun haben, a la Programme für die Uni schreiben, Konfigurationsdateien ändern, an KDE rumwerkeln, Webseiten, u. a. Dabei merke ich dann auch manchmal, wo es aus der Sicht eines Benutzers noch Probleme gibt.

Was denkst Du über "Open Source" und was bewegt Dich persönlich, Deine Programme kostenlos zu veröffentlichen ?

Ich denke, "Open Source" ist die Zukunft der Software-Entwicklung in vielen Bereichen (vor allem bei den Betriebssystemen und Oberflächen). Ich bin kein Feind kommerzieller Software, allerdings denke ich, dass gewisse Grundlagen frei verfügbar sein sollten: "Free as thoughts, not free as beer". Somit werden auch meine privaten Projekte immer unter einer "freiheitlichen" Lizenz stehen, wie es später im Beruf aussieht, kann ich jetzt noch nicht beurteilen (Kommt halt auf die Firma an ;).

Hattest Du schon einmal die Gelegenheit, andere KDE-Entwickler "im richtigen Leben" kennenzulernen ?

Ja, auf dem Linuxtag 2001 traf ich einige (z. B. Joseph Wenniger, Carsten Pfeiffer) und ich muss sagen, dass die Leute auch im "Real Life" äußert nett sind ;)

Wieviel Zeit verbringst Du pro Tag oder pro Woche mit der Arbeit am KDE-Projekt ?

Im Moment nicht so viel, vielleicht 1-2 Stunden wenn es geht. Aber wenn ich Semesterferien habe, werde ich wohl mal wieder 3-5 Stunden am Rechner hängen und hacken an manchen Tagen ;)

Zur Zeit wird der Einsatz einer linuxbasierten IT-Struktur im Deutschen Bundestag sehr heftig und kontrovers diskutiert - siehe dazu beispielsweise auch die Initiative BundesTux. Welche Meinung hast Du zu diesem Thema ?

Ich bin klar für diese Initiative und habe mich bei BundesTux auch eingetragen. Gerade in einem solch sicherheitskritischen Bereich wie dem Bundestag frage ich mich überhaupt, wie man den Einsatz von "Closed Source" Software solange Jahre betreiben konnte, ohne Sicherheitsbedenken zu haben und warum man jetzt (außer aus Lobby-Gründen) solange beim "möglichen" Umstieg zögert.

Sicher, Linux (oder FreeBSD, und ähnliche) sind auch nicht absolut wasserdicht (besonders nicht bei falscher Administration) und auch nicht unbedingt generell billiger, als kommerzielle Software - allerdings würde ich meine geheimen Daten keiner Software anvertrauen, die ich nicht auch im Zweifelsfall anaylisieren und vor allem verstehen kann. (Ich habe da immer das Beispiel mit dem Kasten, den man selbst aufmachen kann und sieht was drin ist und einem Kasten, in den man zwar alles stecken kann, aber nicht sieht wo es hinwandert).

Kennst Du andere Beispiele aus Deiner beruflichen Umgebung, in denen Linux/KDE auf breiter Basis auf Desktoprechnern eingesetzt wird ?

Von Firmen her kenne ich da eher wenige Beispiele, allerdings dominiert Linux/BSD hier auf der saarländischen Universität eindeutig die Rechnerlandschaft und viele Studenten wählen gezielt als Desktopumgebung KDE (auf der Uni meist KDE 1.x).

Wie denkst Du allgemein über die Zukunft von "Linux und KDE auf dem Desktop" ?

Ich glaube nicht, dass Linux und KDE in sehr kurzer Zeit den Deskopbereich dominieren werden, allerdings sehe ich deutlich den Marktanteil von Linux (und damit auch von KDE) im Softwaremarkt wachsen. Zwar ist Linux im Moment noch sehr im Serverbereich verwurzelt, aber seit letztem Jahr denke ich, sind die meisten Distributionen so einfach zu installieren und zu administrieren (ich meine hier administrieren im Sinne von 1-3 Rechner zuhause am Laufen haben und nicht ein echtes Netzwerk), das eigentlich der Sprung in den Desktopmarkt (auch dank KDE) kein so großes Problem darstellen sollte.

Die meisten Bedenken gegen Linux/KDE auf dem Desktop sind nicht so sehr technischer Natur, sondern eher Mißtrauen in die Zukunftssicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Dieses Mißtrauen gilt es durch Fakten zu beseitigen, was ja auch nach und nach immer mehr gelingt.

Wie ist die Hardware-Konfiguration Deines Computers und welche Linux-Distribution setzt Du für Deine Arbeit ein ?

Im Moment habe ich einen Athlon 1.4 mit 756 MB Ram, einer GeForce 2 Karte und 80 GB Plattenkapazität, der unter SuSE Linux 7.3. läuft.

Wie bist Du zum Programmieren gekommen, und was würdest Du jemandem raten, der jetzt damit anfängt?

Ich habe mich im Rahmen eines kleinen "Schüler experimentieren"-Projekts mit Turbo Pascal beschäftigt, das war eigentlich der Anfang meiner Programmieraktivitäten ;) Jedem, der jetzt damit anfängt, kann ich nur raten, sich erst einmal die Grundlagen anzusehen a la C/C++ ohne GUI und sich später dann für ein Toolkit für eine GUI zu entscheiden (meine Wahl wäre da Qt/KDE, aber Gnome/Gtk+ sollte man auch nicht vergessen).

Was macht Christoph Cullmann in seiner Freizeit, wenn er nicht gerade am Programmieren für das KDE-Projekt ist ?

Nix ;) Ne, Quatsch. Ich unternehme was mit Freunden oder schaue mir massenhaft Cartoons an ;) (jaja, ist vielleicht ein bischen albern, aber ich mag Dragon Ball Z und anderen Anime/Manga Kram ;)

[ Edit ]

Aktuell: kdirstat

Skip menu "Aktuell: kdirstat"
  • Einleitung
  • Interview
  • Beschreibung

Archiv 2008

Skip menu "Archiv 2008"
  • April: kdirstat

Archiv 2007

Skip menu "Archiv 2007"
  • April: kdesvn

Archiv 2006

Skip menu "Archiv 2006"
  • Mai: KRename

Archiv 2005

Skip menu "Archiv 2005"
  • Januar: aKregator
  • Februar: KBear
  • März: KSpread
  • April: KPDF
  • Mai: Amarok
  • Oktober: KDissert

Archiv 2004

Skip menu "Archiv 2004"
  • Januar: KuickShow
  • Februar: Konsole
  • März: KSirtet
  • April: JuK
  • Mai: KMplayer
  • Juli: Konserve
  • August: Konversation
  • September: Kig
  • November: KAddressbook
  • Dezember: KPilot

Archiv 2003

Skip menu "Archiv 2003"
  • Januar: Quanta
  • Februar: K3b
  • März: Kover
  • April: KSirc
  • Mai: KsCD
  • Juni: KMail
  • Juli: Karamba
  • September: Kile
  • Oktober: Kolf
  • November: Digikam
  • Dezember: Kickpim

Archiv 2002

Skip menu "Archiv 2002"
  • Januar: KNotes
  • Februar: KOrganizer
  • März: Kate
  • April: KView
  • Mai: KTouch
  • Juni: KSteak
  • Juli: Ark
  • August: KShisen
  • September: KNewsticker
  • Oktober: KCron
  • November: KWord
  • Dezember: KSnapshot

Archiv 2001

Skip menu "Archiv 2001"
  • Oktober: Noatun
  • November: Karm
  • Dezember: Kppp

Archiv 2000

Skip menu "Archiv 2000"
  • Oktober: KJukebox

Global navigation links

  • Startseite
  • KDE Accessibility Startseite
  • Beschreibung der Navigationstasten
  • Back to content
  • Back to menu

Suche:


Betreut von kde.de-Webmaster
KDE® und K Desktop Environment®-Logo sind eingetragene Warenzeichen von KDE e.V. | Impressum